May 30

Schon seit einigen Jahren empfangen wir Schwedisches Fernsehen. Ich wollte damals meiner geliebten Gattin eine Freude machen und den Kindern die Gelegenheit geben, die Sprache auch bei uns zu hause auf einem ansprechenden Niveau zu pflegen (na ja, wenigstens zu hören). Ich selbst hatte eher geringe Erwartungen. Ich dachte auch, dass wir dann so gelegentlich mal den Schwedischen einschalten oder ab und zu einfach mal vorbeizappen.

 

Falsch gedacht!

 

Seither erfahre ich fast täglich, dass sich bei uns ein schleichendes TV-Monopol eingenistet hat. Lümmle ich mich nach getaner Arbeit und zufrieden vom Büro, wo ich die letzten Einzahlungen an den Schwedischen Sat-Anbieter gemacht habe endlich ins Ecksofa ist die SAT-Fernbedienung fest in der Linken meiner Anna verankert. Der AV-Schalter an der TV-Fernbedienung schon lange betätigt und diese dann kunstvoll in einer Sofa-Falte vergraben (“oh – ich weiss auch nicht, wo die ist. Die hattest Du doch zuletzt…?”) bemerkt sie meine Ankunft im (ich dache immer) gemeinsamen Wohnzimmer nicht und starrt mit ernster Mine auf irgendeine schwedische Hering-Prominente (das Pendent zum schweizerischen Servelat-Prominenten) in einer allzu seriösen Talkshow (und von denen gibts tausende im SVT!).

 

Ich bin ausgebootet.

 

Und nach 10 Minuten teilnahmslosen knapp-neben-den-Fernseher-starren mache ich in unterwürfigem Ton den Versuch einer zaghaften Anfrage zu einem eventuellen Kanalwechsel. Die Reaktion ist immer dieselbe: Todesblick, TV-Tyrann…

One Response to “Schwedisches Fernsehen und Monopolterror”

  1. bipo Says:

    Willy, Du bist einfach ein Weichei! Da muss man halt ab und zu mal den Silberrücken spielen. Nimm Dir ein Beispiel an mir. So. Habe Fertig.

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