Schweden gilt in der ganzen Welt als hoch engagiert in Sachen Umweltschutz. Auch in vielen anderen Bereichen wird Schweden stets mit den ersten Nationen genannt, wenn es um öffentliche Verantwortgung geht (Gleichstellung von Mann und Frau, Behindertengleichstellung, Schulsystem etc.). Doch immer mehr habe ich das Gefühl, es handelt sich hierbei ‘nur’ um die sog. öffentliche Verantwortung (public responsability). Also das, was das System (Regierung) erdenkt und vorschreibt. Tatsächlich mangelt es in Schweden nicht an öffentlichen Personen, welche Stellung beziehen und sich für eine Sache, bleiben wir beim Umweltschutz, einsetzen.
Und dann kommt ab und zu wieder das tägliche Erwachen. Wo es wirklich fehlt hier ist (zumindest bei einigen) bei der persönlichen Verantwortung. Im Gegensatz zu anderen Ländern (z.B. Deutschland oder der Schweiz) sehe ich hier oft und immer wieder Leute, die sich einen Deut um die Umwelt scheren – und zwar im ganz kleinen. Wenn man beispielsweise – wie eben beobachtet – bei einem Park unter Linden parkiert ist das noch das eine. Dass man dann aber, nur weil es schon spät ist und niemand zuschaut, einfach quer über den Rasen das Auto wendet um wegzufahren, wo doch das Einlegen eines Rückwärtsganges viel respektvoller gewesen wäre aber eben eine Handbewegung mehr benötigt hätte, verursacht doch immer wieder Kopfschütteln bei mir.
Da ist mir die persönliche, individuelle Verantwortung dann doch lieber.
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