Jun 22

Na das war wieder ein Mitsommar!  Wolkenbrüche wie sie der November nicht malerischer über die Landschaft zaubern könnte und eine Kläte bei der sich Pinguine noch einen überziehen…

Aber zum Glück gabs ein wunderbares Buffet, eine herrliche (wenn auch verregnete) Aussicht und hie und da ein Gläschen “Snaps”. Für die ganz verwegenen gings dann noch in den Schwimmteich.

Merci Terese und Marcello!

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Jun 12

Eigentlich geben sich die Schweden ja gerne als besonders gesundheitsorientiert und natürlich. Deshalb haben sie’s mit dem Rauchen genau so wie viele andere Europäische Staaten und auch die Schweiz: Das Rauchen ist nicht mehr salonfähig (im wahrsten Sinne des Wortes). Und auch die Zigarettenpreise sind exorbitant. Doch das beschäftigt uns eigentlich überhaupt nicht mehr. Vor rund 10 Jahren haben wir nämlich schon aufgehört mit diesem gepaffe. Naja, auf jeden Fall mit Zigaretten (wer kann schon zu einer feinen Havanna nein sagen…).

Doch mit dem Tabak sind die Skandinavier viel kreativer als man gemeinhin wohl zu glauben geneigt ist. Den stopfen sie nämlich vermischt mit Zusatzaromen und etwas Salz (jaja Salz, auch wenn Ihr Schweden das nicht wahrhaben wollt…!) in kleine Teebäutelchen und schieben das ganze dann zwischen Oberlippe und Zahnfleisch. Dort bleibt es dann eine Weile, je nach dem auch einen ganzen Abend. Die ganz harten Burschen (und dazu zähle ich mich auch, wenn ich ein paar stor stark Öl gehabt habe!) machen das ganze ohne Teebäutelchen und schieben den Tabak in geeigneter Menge direkt unter die Oberlippe. Wenn man das nicht beherrscht (und das tue ich selten) dann hat man ständig etwas Tabak im Mund, den man dann mit genug Öl (Gerstensaft) wieder hinunterschwemmt. Recht gewöhnungsbedürftig. Am anfang wird einem auch ganz schön übel dabei. Aber beim ersten Bier und der ersten Zigarette wurde einem ja auch schlecht. Kein Grund, damit aufzuhören.

Anna ist jedenfalls sehr gut darin. Wenn wir per Zufall oder durch das Ausnützen verwandschaftlicher Beziehungen aller Art wieder einmal in den Besitz einer Dose Snus kommen, dann ist sie innert kürzester Zeit von Anna fugebraucht. Sie bitte mich dann jeweils, den Snus mit ins Büro zu nehmen und dort im Kühlschrank aufzubewahren. Nur bei besonderen Gelegeneheiten (Geburtstage, Hochzeiten, Scheidungen) bittet sie mich dann, die Dose wieder mitzunehmen, um dann unter meiner Aufsicht kontrolliert das Zeugs reinzustopfen.

Ab und zu genehmige ich mir auch einen. Ich finde das Zeugs auch gar nicht so schlecht. Vor allem weil man dazu unbedingt Bier trinken muss. Ohne Bier ist Snus nämlich an der Grenze zum unterträglichen. Aber eine Havanna oder eine Davidoff ist mir immer noch lieber.

May 23

… wie kann man mit einem Land verheiratet sein? Bin ich ja auch nicht, sondern natürlich mit einer Schwedin. Und dann habe ich erst noch zwei Kinder, die zweisprachig und zweikulturig (hä? Warum gibt’s dazu eigentlich kein vernünftiges Wort? Schliesslich saugen die ja nicht nur die Sprache sondern auch die ganze Kultur dahinter mit der Muttermilch ein…) aufwachsen. Na ja, und das gibt dann doch schon einige interessante Ereignisse, Probleme, Anekdoten (oder Anektoden?) usw. über die ich glaube es wert ist, darüber zu schreiben. Wer weiss, vielleicht ist ja noch jemand in der gleichen Situation, und da wär’ doch ein Austausch noch ganz witzig.

Die Hauptsprache bei uns im Haushalt ist übrigens Schwedisch. Und meistens halten wir uns auch dran. Nur wenn meine Tochter Ida (6) mit Schweizerdeutsch anfängt, dann entwickelt sich schnell auch das ganze Gespräch so. Ich hab’ mal gelesen, dass eigentlich jeder Elternteil in seiner Sprache mit den Kids sprechen sollte. Ich seh’ das nicht so eng. Schliesslich lernen sie ja Deutsch in der Schule und Schweizerdeutsch spätestens auf dem Spielplatz oder von den häufger gesehenen Verwandten in der Schweiz (Omama und Opapa, Gotte, Götti usw.).

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