Jan 15

Tja, so ist sie also vorbei, unsere Schwedische Weihnacht. Die Dekoration hättet Ihr sehen sollen. Überdosis traditionelles Röd (Rot), Grön (Grün) und Vitt (Weiss) in allen Ecken und Winkeln des ganzen Hauses. Und überall Tomtar (Wichtel), Änglar und Stjärnor. Dazu natürlich die traditionellen Schwedischen Weihnachtsleuchter und Staffan Stalledräng durfte auch nicht fehlen.

Dazu unser traditionelles Schwedisches Weihnachtsfest mit unseren Schwedischen Freunden, damit unsere Kinder die Traditionen behalten und weiterführen, auch wenn wir hunderte Kilometer von Skandinavien weg sind.

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May 26

So, nun sind die Flugtickets alle gebucht. Anna fliegt wieder wie immer gleich Anfang Sommerferien mit den Kindern in den Norden und ich dann zwei Wochen später nach.

Auch diesmal fiel unsere Wahl auf Air Berlin. Trotzdem dass der Rückflug mit dem langen Aufenthalt in Berlin etwas mühsam ist und der Flugplatz Göteborg etwas weiter weg ist als Nyköping war Ryanair nicht erste Wahl. Bei nur 15kg Freigepäck sieht dieses Szenario für über 4 Wochen Ferien mit Kindern recht unrealistisch aus. Da bietet Air Berlin doch schon etliches mehr: Ab 28 Tagen Aufenthalt ganze 30 Kilogramm! Das sind Argumente!

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May 19

Jetzt hatten wir grad Besuch aus Schweden. Morfar Sören mit seiner Partnerin Anita und der gute alte Schwager Pär waren bei uns und haben das Zimmer von Ida neu isoliert.

Wie jedes Jahr, diesmal schon das vierte Mal, kommen Sören und Pär zu uns um uns mit ihrem handwerklichen Können als Schreiner zu beeindrucken. Vor 3 Jahren war es der Veloraum, der zum Büro wurde, vor 2 Jahren das Balkongeländer unten, letztes Jahr dasjenige im 1. Stock von Ida und heuer eben die Dachisolation.

Haben noch genug zu tun für ein paar Jahre.

Und schon vermissen wir sie…

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Feb 25

Scheibe – ne ganze Weile her, seit ich geschrieben habe. Muss mich wieder mal am Riemen reissen.

Mittlerweile das TV-Problem gelöst – auf die einfache mit SVT Europa. Haben vor der interationalen Satelliten-Mafia kapituliert. Gerüchten zufolge sollte der Empfang des neuen Satelliten hier zwar mit einer ca. 140 cm Schüssel möglich sein. Habe aber keine Lust auf Experimente. und schon gar nicht auf eine Anlage im Garten, welche SETI locker Konkurrenz machen könnte.

Im Mai kommt der Schwiegervater mit dem Schwager die Decke dämmen. Das wird lustig. Auf jeden Fall, wenn sie alle noch die Frauen, Freundinnen und Geschwister mitnehmen… Zustände wie in – na ja…. Ich nehm’ wies kommt und bin froh über die neue Wäremdämmung!

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Jul 17

Endlich geht’s wieder ab in den Norden! Nachdem Anna und die Kids Ida und Eskil schon seit bald 2 Wochen im Vättern plantschen mach’ ich mich jetzt auch bald auf die Socken.

Freitag Nachmittag geht’s los und das für fast 3 Wochen. Juhuii!

Um das Fernseh-Debakel kümmer’ ich mich dann wieder, wenn wir wieder zuhause sind.

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May 08

Dieses Jahr kommen endlich meine Eltern wieder einmal mit nach Schweden. Vor 8 Jahren war es das letzte Mal und es hat die ganzen 2 Wochen nur einmal geregnet… 2 Wochen lang…! Hoffentlich wird’s diesmal ein bisschen besser mit dem Wetter.

Anna verbringt die ganzen Sommerferien mit den Kindern im Norden. Ich werd’ mit den Eltern zusammen rauffahren. Seit die Billigfliegerei mit Air Berlin nun auch die Strecken Schweiz-Schweden erobert hat ist es auch zu vernünftigen Preisen möglich, dass die ganze Familie mt Kids fliegen kann. Vorher hat man ja dafür schnell mal ein Vermögen liegen lassen.

Aber zuerst mal kommt die Fussball Europameisterschaft UEFA EURO 2008. Un mein Schwager Pär kommt auch, obwohl ja die Volvo-Kicker in Österreich spielen. Macht nix. Feiern wir halt mit den Holländern!

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Jan 18

Wie immer beschaulich und verhältnismässig friedlich sind auch dieses Jahr Jul (Weihnachten) und Nyår (Neujahr) verlaufen. Dass man dann an “Tjugondag Knut” (dem 13. Januar) seinen Christbaum blindlings zum Fenster hinauswirft tu’ ich mal einfach so ab ins Reich der blühenden Fantasie. Zumindest so wie’s in der IKEA-Werbung dargestellt wird. Schliesslich entsorgen wir doch alle irgendwie unsere Haustannen nach getaner Lametta-Demontage. Und wir zuhause haben den Baum schon immer, auch ohne skandinavische Kulturaufklärung, aus dem zweiten Stock zum Fenster auf den Parkplatz hinausgeschmissen. Und nicht brav das Treppenhaus runtergetragen und dabei das halbe Haus in eine Nadelsammlung verwandelt. Natürlich kein Schmeissen ohne zu überprüfen, ob da drunter noch irgend eine arme Seele in Reichweite steht. Und ich glaub ehrlich gesagt auch nicht, dass die Schweden das nicht auch tun.

Aber was geben wir nicht alles für Folkloreklischees…

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Dec 10

So nun ist sie voll eingefahren, die Weihnachtszeit. Bei uns natürlich geprägt von Schwedischen Traditionen. Die finde ich gerade um die Weihnachtszeit unschlagbar. Deshalb ist bei uns auch Svensk Jul (Schwedische Weihnacht) voll angesagt. Das geht von Pepparkakor (Pfefferkuchen) über Julbordet (das Schwedische Weihnachts-Buffet) bis zum Tanz um den Julgran (Christbaum) und der Art, wie die Geschenke eingepackt werden.

Alle kann ich hier nicht erzählen, aber wie die Geschenke eingepackt werden ist schon ganz anders: Meist nimmt man weisses (edler) oder ganz normales braunes Packpapier (einfacher). Dann gehört immer ‘ne rote Schleife drum und dann wird das ganze noch mit rotem Siegellack versiegelt. Finde ich unheimlich traditionell und schön! Na ja, unseren Kindern zuliebe nehmen wir dann halt doch meistens normal-schweizerisches Gschäkpäcklipapier.

Ausserdem haben wir unseren Kirschbaum draussen an der Strasse mit übergrossen Pepparkakor (Pfefferkuchen) aus lackiertem Sperrholz dekoriert. Lustig ist, dass die meisten Passanten das als Lebkuchen erkennen. War uns eigentlich gar nicht so bewusst, bis uns einige auf die herzigen Lebkuchen aufmerksam gemacht haben…

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Nov 08

Das ist so eine Sache mit den Hausaufgaben. Unsere Grosse geht jetzt zur Schule und hat natürlich täglich Hausaufgaben. Das Problem dabei ist, das das alles in Deutsch, also nicht in Schweizerdeutsch, ist. Meine beste schwedische Ehefrau von allen (frei nach Kishon) hat aber nie Deutsch gelernt, sondern nur Schweizerdeutsch. Und das mit dem Schweizerdeutsch schreiben ist eben so eine Sache – das gibt’s halt eben nicht…

Unsicherheit macht sich breit am Wohnzimmertisch und das drohende Kopfschütteln der Tochter muss unbedingt verhindert werden. Also: Zurückhaltung ist angesagt. Und der Husi-Support wird auf’s Rechnen beschränkt.

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Aug 21

Die Schweden haben so eine lästige Eigenart, nämlich dass sie im allgemeinen keine Befehle formulieren. Das heisst natürlich nicht, dass sie nicht trotzdem Befehle erteilen. Sie tönen nur einfach nicht so wie wir sie uns gewöhnt sind. Nämlich so mit etwas erhobener Stimme, den klassischen germanischen Imperativ, der unverkennbaren Statzstellung, gelegentlich einem beifälligen “bitte” irgendwo im Satz und einem detlichen Ausrufezeichen am Schluss. Ganz im Gegenzteil verkleiden sich diese Mistdinger ganz geschickt. Also genauer gesagt die Schweden verkleiden sie. Oder besser, sie tarnen sie.

Ein Schwedischer Befehl tönt dann eher wie eine unverbindliche Anfrage. So ein freundliches nachfragen. Wie nach der Befindlichkeit. Eigentlich ist es mehr ein einholen einer Auskunft danach, ob etwas möglicherweise schon erledigt sei, mit einem Unterton, der einem weismacht, dass im Falle eines nichteintretens natürlich gerne bereit wäre, dieselbe Tätigkeit gerne selbst auszuführen: “Är tvätten redan i maskinen (Ist die Wäsche schon in der Maschine)?”.

Noch fieser und deshalb noch häufiger ist jedoch die Tarnung eines Befehls als erfreuliche Mitteilung einer unerwarteten Erlaubnis: “Du får gärna städa ditt rum idag (Du darfst heute gerne Dein Zimmer aufräumen)”. Tönt wie die bescheidene Mitteilung eines unerwarteten Lottogewinns – ist aber der typische getarnte schwedisch-kategorische Imperativ mit Strafandrohung im Unterlassungsfall…

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